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Hier klickenWie findet man den Lackcode bei einem Mercedes? Der komplette Ratgeber für Autofahrer 2026
Ein beschädigter Kotflügel, ein Steinschlag, eine kleine Parkrempler-Spur oder der notwendige Austausch eines Karosserieteils – früher oder später steht fast jeder Mercedes-Fahrer vor der Frage: Welchen genauen Lack hat mein Auto eigentlich?
Die Bezeichnung „Schwarz“, „Silber“ oder „Weiß“ reicht leider nicht aus. Mercedes-Benz verwendet konkrete werkseitige Lackcodes. Der richtige Lackcode ermöglicht es, den passenden Farbton für eine Reparatur auszuwählen.
Das ist besonders wichtig, wenn du lackierte Kotflügel kaufen, einen beschädigten Kotflügel reparieren, eine Tür lackieren oder einen Lackstift bestellen möchtest.
In diesem Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt, wo du den Lackcode bei einem Mercedes findest, wie du ihn richtig abliest, was der Lackcode von der FIN beziehungsweise VIN unterscheidet und was du tun kannst, wenn der Code auf dem Fahrzeug nicht mehr zu finden ist.
Wo befindet sich der Lackcode bei einem Mercedes?
Das ist die erste Frage, die sich viele Mercedes-Besitzer stellen. Die Antwort lautet: Der genaue Standort hängt vom Modell, Baujahr und teilweise auch vom Produktionsmarkt des Fahrzeugs ab.
Bei neueren Mercedes-Modellen solltest du zuerst im Bereich der Fahrertür und der B-Säule nachsehen. Dort befindet sich häufig ein Typenschild mit verschiedenen Fahrzeugdaten. Je nach Modell können darauf unter anderem die FIN/VIN und der Lackcode angegeben sein.
Bei älteren Fahrzeugen kann sich die entsprechende Kennzeichnung dagegen auch an anderen Stellen befinden, zum Beispiel:
- auf einem Typenschild im Motorraum,
- im Bereich des vorderen Schlossträgers,
- unter der Motorhaube,
- an der Türsäule oder am Türrahmen,
- in den Fahrzeugunterlagen.
Es gibt also keinen einzigen Platz, der für jeden Mercedes gilt. Bei verschiedenen Baureihen und Generationen wurde der Lackcode an unterschiedlichen Stellen angebracht.
Wie sieht der Lackcode eines Mercedes aus?
Der Lackcode besteht normalerweise aus einer kurzen Kombination von Zahlen. Je nach Fahrzeug und Dokumentation können zusätzlich Buchstaben oder weitere Kennzeichnungen auftauchen.
Bei Mercedes sind beispielsweise folgende Lackcodes bekannt:
- 040 – Schwarz,
- 149 – Polarweiß,
- 197 – Obsidianschwarz Metallic,
- 744 – Brillantsilber Metallic,
- 799 – Diamantsilber Metallic,
- 992 – Selenitgrau Metallic.
Das sind nur einige Beispiele. Entscheidend ist immer die exakte Kennzeichnung deines eigenen Fahrzeugs.
Verlasse dich deshalb nicht ausschließlich auf die Bezeichnung des Farbtons. Zwei Lacke können optisch ähnlich aussehen und trotzdem unterschiedliche Lackcodes haben.
Wie kann man den Lackcode Schritt für Schritt prüfen?
Schritt 1: Fahrertür öffnen
Öffne zunächst die Fahrertür und kontrolliere die B-Säule, den Türrahmen und den Bereich des Einstiegs.
Suche nach einem Typenschild oder Aufkleber mit den Fahrzeugdaten.
Bei vielen Mercedes-Modellen findest du dort wichtige Informationen zur Fahrzeugidentifikation und teilweise auch zum Lack.
Schritt 2: Kennzeichnungen auf dem Typenschild prüfen
Nicht jede Zahl auf dem Typenschild ist automatisch der Lackcode.
Auf dem Schild können beispielsweise stehen:
- FIN/VIN,
- Gewichtsangaben,
- technische Fahrzeugdaten,
- Produktions- oder Typeninformationen,
- Lack- beziehungsweise Farbangaben.
Achte auf Begriffe wie Paint, Paint Code, Color Code, Farbcode, Lack oder ähnliche Bezeichnungen.
Schritt 3: Motorraum kontrollieren
Wenn du an der Fahrertür keinen Lackcode findest, lohnt sich bei älteren Mercedes-Modellen ein Blick unter die Motorhaube.
Kontrolliere insbesondere den Bereich des vorderen Schlossträgers und andere Typenschilder im Motorraum.
Bei einigen älteren Mercedes-Generationen wurde der Farbcode dort angebracht.
Schritt 4: Fahrzeugunterlagen durchsuchen
Du findest den Lackcode möglicherweise auch in alten Unterlagen.
Interessant sind vor allem:
- Serviceunterlagen,
- Rechnungen von Lackierbetrieben,
- Reparaturrechnungen,
- Dokumentationen früherer Karosseriearbeiten.
Wenn dein Mercedes bereits einmal repariert oder lackiert wurde, kann der Lackierer den verwendeten Farbcode dokumentiert haben.
Schritt 5: FIN beziehungsweise VIN verwenden
Eine weitere Möglichkeit ist die Abfrage der Fahrzeugdaten über die FIN/VIN.
Die FIN beziehungsweise VIN ist die 17-stellige Fahrzeugidentifikationsnummer.
Wichtig: Die VIN ist nicht der Lackcode.
Die VIN identifiziert das konkrete Fahrzeug. Über die Fahrzeugdaten, die mit dieser Nummer verknüpft sind, kann jedoch unter Umständen die werkseitige Lackierung ermittelt werden.
Wenn der Lackcode nicht mehr am Fahrzeug zu finden ist, kann deshalb eine Mercedes-Benz-Werkstatt oder ein auf Mercedes spezialisierter Betrieb weiterhelfen.
Lackcode und VIN – was ist der Unterschied?
Hier kommt es häufig zu Missverständnissen.
Die VIN beziehungsweise FIN ist die individuelle Identifikationsnummer des Fahrzeugs. Sie dient dazu, einen bestimmten Mercedes eindeutig zu identifizieren.
Der Lackcode beschreibt dagegen den Farbton beziehungsweise die werkseitig verwendete Lackierung.
Wenn ein Lackierer dich also nach dem Lackcode fragt, reicht es nicht unbedingt aus, ihm nur die VIN zu nennen.
Die VIN kann allerdings sehr hilfreich sein, um die ursprüngliche Fahrzeugausstattung und damit auch den werksseitigen Farbton zu ermitteln.
Warum ist der Lackcode so wichtig?
Stell dir vor, du besitzt einen silbernen Mercedes und musst den vorderen Kotflügel austauschen.
Theoretisch könntest du einfach sagen: „Ich brauche silbernen Lack.“
In der Praxis reicht das nicht aus.
Es gibt zahlreiche verschiedene Silber-, Schwarz-, Weiß- und Grautöne. Sie unterscheiden sich unter anderem bei Pigmenten, Metallic-Effekten und der genauen Lackrezeptur.
Gerade bei lackierten Kotflügeln, Türen, Motorhauben oder Heckklappen ist der richtige Lackcode deshalb eine wichtige Grundlage.
Der Lackcode hilft dabei:
- den richtigen Farbton zu bestimmen,
- den passenden Lack zu bestellen,
- dem Lackierer die Arbeit zu erleichtern,
- das Risiko eines falschen Farbtons zu reduzieren,
- passende gebrauchte Karosserieteile zu finden,
- die werkseitige Lackierung des Fahrzeugs zu überprüfen.
Garantiert der Lackcode eine perfekte Farbübereinstimmung?
Nicht unbedingt.
Das ist ein wichtiger Punkt, den viele Autofahrer übersehen.
Der originale Lackcode bedeutet nicht automatisch, dass ein neu lackiertes Teil heute exakt genauso aussieht wie die übrige Karosserie.
Autolack verändert sich im Laufe der Jahre. UV-Strahlung, Witterung, Waschanlagen, Pflegeprodukte und frühere Reparaturen können das Erscheinungsbild beeinflussen.
Hinzu kommt, dass ein Fahrzeug möglicherweise bereits früher lackiert wurde.
Deshalb kann ein professioneller Lackierer bei einer größeren Reparatur zusätzlich eine Farbmessung durchführen. Mit speziellen Messgeräten lässt sich der aktuelle Farbton des Fahrzeugs genauer bestimmen.
Der Lackcode ist somit ein wichtiger Ausgangspunkt, aber nicht immer das einzige Kriterium für eine professionelle Lackierung.
Wie kann man feststellen, ob ein Mercedes-Kotflügel bereits lackiert wurde?
Der Lackcode selbst kann nicht sagen, ob ein bestimmtes Karosserieteil bereits nachlackiert wurde.
Wenn du einen gebrauchten Mercedes kaufen möchtest und insbesondere die lackierten Kotflügel überprüfen willst, ist ein Lackschichtdickenmessgerät sehr hilfreich.
Damit kannst du beispielsweise folgende Bereiche kontrollieren:
- vordere Kotflügel,
- hintere Kotflügel,
- Türen,
- Motorhaube,
- Dach,
- Heckklappe,
- Säulen.
Wenn ein Bauteil deutlich andere Messwerte aufweist als die übrigen Karosserieteile, kann das auf eine frühere Lackierung oder Reparatur hindeuten.
Allerdings sollte man aus einem einzelnen Messwert keine voreiligen Schlüsse ziehen. Unterschiedliche Bauteile können bereits ab Werk unterschiedliche Lackschichtdicken aufweisen.
Deshalb sollte man die Messergebnisse immer im Zusammenhang mit dem gesamten Fahrzeug betrachten.
Was tun, wenn der Lackcode nicht mehr zu finden ist?
Keine Panik – gerade bei älteren Mercedes-Modellen kommt das durchaus vor.
Prüfe zunächst gründlich:
- die B-Säule auf der Fahrerseite,
- den Bereich der Fahrertür,
- den Motorraum,
- den vorderen Schlossträger,
- vorhandene Typenschilder,
- die Fahrzeugunterlagen.
Wenn der Code weiterhin nicht auffindbar ist, kannst du dich an eine Mercedes-Benz-Werkstatt oder einen spezialisierten Betrieb wenden.
Mithilfe der FIN/VIN können die werkseitigen Fahrzeugdaten unter Umständen ermittelt werden.
Das ist besonders praktisch, wenn das ursprüngliche Typenschild beschädigt, entfernt oder unleserlich geworden ist.
Lohnt sich der Kauf eines gebrauchten Kotflügels in Wagenfarbe?
Das kommt auf den jeweiligen Fall an.
Wenn du einen gebrauchten Kotflügel mit dem exakt gleichen Lackcode findest, ist das zunächst einmal ein großer Vorteil.
Allerdings bedeutet derselbe Lackcode nicht automatisch, dass das Teil nach dem Einbau optisch perfekt zum restlichen Fahrzeug passt.
Warum?
Der gebrauchte Kotflügel kann beispielsweise:
- stärker der Sonne ausgesetzt gewesen sein,
- bereits poliert worden sein,
- schon einmal nachlackiert worden sein,
- aus einem anderen Fahrzeug stammen,
- einen anderen Alterungszustand des Klarlacks aufweisen.
Deshalb kann es bei hochwertigen Fahrzeugen sinnvoller sein, den Kotflügel professionell vorbereiten und anschließend an den aktuellen Zustand des Fahrzeuglacks anpassen zu lassen.
Die häufigsten Fehler bei der Suche nach dem Lackcode
„Ich habe die VIN, also habe ich auch den Lackcode.“
Nein. VIN und Lackcode sind zwei verschiedene Angaben.
Die VIN identifiziert das Fahrzeug, während der Lackcode den verwendeten Farbton beschreibt.
„Der Lack sieht gleich aus, also brauche ich den Code nicht.“
Das kann problematisch werden.
Gerade bei Silber-, Grau- und Metallic-Lacken können kleine Farbunterschiede nach der Reparatur deutlich sichtbar sein.
„Jeder Mercedes des gleichen Modells hat denselben Lack.“
Auch das stimmt nicht.
Ein Mercedes-Modell wurde je nach Baujahr, Ausstattung und Markt mit zahlreichen unterschiedlichen Lackierungen angeboten.
„Ein gebrauchter Kotflügel in derselben Farbe passt automatisch perfekt.“
Nicht unbedingt.
Selbst wenn der Lackcode identisch ist, kann sich der aktuelle Farbton durch Alterung, UV-Strahlung und frühere Reparaturen verändert haben.
FAQ – Lackcode beim Mercedes
Wo befindet sich der Lackcode bei einem Mercedes?
Je nach Modell und Baujahr findest du ihn häufig im Bereich der Fahrertür oder B-Säule. Bei älteren Modellen kann sich der Code auch im Motorraum oder am vorderen Schlossträger befinden.
Wie sieht ein Mercedes-Lackcode aus?
Mercedes-Lackcodes bestehen häufig aus einer Zahlenkombination, zum Beispiel 040, 197, 744 oder 799. Je nach Dokumentation können zusätzliche Zeichen vorhanden sein.
Ist die VIN der Lackcode?
Nein. Die VIN beziehungsweise FIN ist die Fahrzeugidentifikationsnummer. Der Lackcode bezeichnet dagegen den Farbton des Fahrzeugs.
Kann man den Lackcode über die VIN herausfinden?
Die VIN kann genutzt werden, um die Fahrzeugdaten und unter Umständen auch die werksseitige Lackierung zu ermitteln. Wenn der Lackcode am Fahrzeug nicht mehr vorhanden ist, kann eine Mercedes-Benz-Werkstatt oder ein spezialisierter Betrieb weiterhelfen.
Reicht der Lackcode zum Lackieren eines Kotflügels?
Der Lackcode ist eine wichtige Grundlage, garantiert aber nicht immer eine perfekte optische Übereinstimmung. Bei älteren Fahrzeugen sollte der Lackierer zusätzlich den aktuellen Farbton berücksichtigen.
Kann man feststellen, ob ein Kotflügel nachlackiert wurde?
Ja. Ein Lackschichtdickenmessgerät kann dabei helfen. Durch den Vergleich verschiedener Karosserieteile lassen sich auffällige Abweichungen erkennen, die auf eine frühere Reparatur oder Nachlackierung hindeuten können.
Bedeutet derselbe Lackcode auch nach Jahren exakt denselben Farbton?
Nicht unbedingt. Autolack kann durch UV-Strahlung, Witterung und Alterung seine Optik verändern. Deshalb kann bei einer professionellen Reparatur zusätzlich eine Farbmessung sinnvoll sein.
Fazit
Den Lackcode eines Mercedes zu finden, ist normalerweise nicht kompliziert – vorausgesetzt, man weiß, wo man suchen muss.
Am besten kontrollierst du zuerst den Bereich der Fahrertür und B-Säule. Bei älteren Mercedes-Modellen lohnt sich zusätzlich ein Blick unter die Motorhaube und auf die Typenschilder im Motorraum.
Wenn der Lackcode nicht mehr vorhanden ist, können die Fahrzeugunterlagen oder die FIN/VIN weiterhelfen. Auch eine Mercedes-Benz-Werkstatt oder ein Spezialist kann die ursprünglichen Fahrzeugdaten prüfen.
Wichtig ist jedoch: Der Lackcode allein sagt noch nicht alles über den aktuellen Zustand des Lacks aus.
Wenn du beispielsweise einen lackierten Kotflügel ersetzen möchtest, solltest du nicht nur auf den Farbcode achten. Auch Alter, UV-Einwirkung, frühere Lackierungen und der allgemeine Zustand des Fahrzeugs spielen eine Rolle.
Die wichtigste Regel lautet daher: Erst den Lackcode ermitteln, dann den Lack oder das Karosserieteil auswählen.
So kannst du unnötige Farbunterschiede vermeiden und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der reparierte Mercedes am Ende wieder ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild hat.





